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Geführte Meditationen mit Danai Krüger

Auf ein Wort zum Thema Meditation!

„Hej, ich meditiere seit einigen Monaten“ – „Cool, ich meditiere auch“ Auf ein geläufigeres Thema bezogen würde der Dialog lauten „Hej, ich mache seit einigen Monaten Sport“ – „Cool, ich mache auch Sport“.

„Sport“ kann heißen, ich turne am Stufenbarren oder ich laufe Marathon. „Meditation“ kann heißen, ich übe Achtsamkeitsmeditation ohne spirituellen Überbau oder ich tauche mit bestimmten Techniken tief in spirituelle Transformationsprozesse ein und ab. Die Vielfalt der Meditation ist riesig und solange die Meditation in Respekt und Zugewandtheit passiert, gibt es kein besser oder schlechter, sondern nur die für einen selbst passende Form der Meditation. Ich empfinde es als besonders bereichernd, wenn die eine Form der Meditation in eine andere hineinwächst. In unterschiedlichen Lebensphasen brauchen wir unterschiedliche Wege der Entwicklung.

Ein besonderes Kapitel sind themenbezogene, geführte Meditationen. Je nach Fähigkeiten des Meditationsführenden reichen sie von Entspannungsreisen bis hin zu tiefen Heilprozessen oder spirituellen Erfahrungen.

Zwei Meditationsformen halte ich zum Einsteigen in die eigene Meditationspraxis für besonders geeignet:
Achtsamkeitsmeditation und Herzensmeditation.
Wer ein bisschen neurologischen Hintergrund mag, für den ist der Text zur Achtsamkeitsmeditation genau der richtige; und wahrscheinlich auch die Form der Meditation. Wer eher in einen weicheren Text eintauchen möchte, springt am besten gleich zur Herzensmeditation.

Achtsamkeitsmeditation

Die Achtsamkeitsmeditation ist wohl die technischste Form der Meditation. Sie verfolgt ein bewusstes Sein ohne spirituelle Ausrichtung. Während der Meditation geht es um das bewusste Wahrnehmen des aktuellen Moments ohne zu werten. Wir neigen dazu, eine Sache zu machen, gedanklich jedoch in einem anderen Thema oder einer anderen Zeit zu sein. Bereits 2010 betraf das laut einer amerikanischen Studie¹ schon 47% der Durchschnitts-Erwachsenen. Zudem zeigte die Studie, dass diese 47% in dieser Situation des Gedanken-Wanderns häufig nicht glücklich waren. Regelmäßig geübte Achtsamkeitsmeditation wirkt dieser Gedankenwanderung entgegen. Es wird geübt, im aktuellen Moment zu sein und den aktuellen Gedanken zuzuhören. Um die häufig missverstandene „komplette Stille“ im Kopf geht es nicht. Es geht darum, die eigenen Gedanken kennenzulernen und die Aufmerksamkeit immer wieder auf den aktuellen Moment zu richten. Eine bewusste Übertragung dieser Achtsamkeit in den Alltag ist häufig die Folge und ein großer Mehrwert.

Tatsächlich ist die Achtsamkeitsmeditation auch die neurologisch best-untersuchteste Meditationsform. Bei regelmäßiger Meditationspraxis über kürzere Zeiträume zeigen sich bereits erste Veränderungen in der Gehirnstruktur. Für den Meditierenden zeigen sie sich u.a. mit weniger gefühltem Stress, Reduzierung von Schmerz-, Angst- und Schlafthemen sowie einer subjektiv empfundenen höheren Lebensqualität. Über einen längeren Zeitraum geübte Achtsamkeitsmeditation lässt einen leichter die Perspektive anderer einnehmen und die Alterung einiger Hirnbereiche ist nicht so ausgeprägt².

Gerade, wenn man noch mit einigem Zweifel am „Hexenwerk Meditation“ unterwegs ist, bietet sich die Achtsamkeitsmeditation zum Ausprobieren an. Konsequent geübt, verändern sich Dinge im Leben, ob man daran glaubt oder nicht.

 

Herzensmeditation

Wer sich eher ein „emotionales Wohlfühlen“ mit sich selbst wünscht, ist in der Herzensmeditation genau richtig. So, wie ich sie verstehe, geht es um die Verbindung mit dem eigenen Herzen, der liebevollen Begegnung mit sich selbst und einer Verbindung in Liebe mit unserem Umfeld. Wie weit man den spirituellen Aspekt mit hinein nimmt ist jedem selbst überlassen. Auch hier geht es um den bewussten Kontakt mit uns selbst in der Meditation und auch im Alltag. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem intensiven Herzenskontakt. Zu ihm wendet man sich immer wieder hin, wenn man merkt, dass statt Liebe und inniger Verbindung der Haushalt oder der Stress im Büro im Kopf vorherrscht. Auch das Ausdehnen von Liebe kann geübt werden, bis hin zur liebevollen Auflösung stressiger Situationen. Am Anfang ist es hilfreich jemanden zu haben, der einem dazu Wege aufzeigt. Geführte Meditationen sind ein Weg, klare Vorgaben vor Beginn der Übung ein anderer. Entscheidend ist die Frage: welcher Weg passt am besten zu mir? Die richtige Methode für sich zu finden ist auch schon ein Akt der Selbstliebe.

Hier kommt es ebenfalls zu einer Veränderung des Alltags. Der Blickwinkel ändert sich, nicht nur auf uns selbst, sondern auch auf unser Umfeld. Situationen, Gefühle oder Wahrnehmungen, die wir in Liebe annehmen, lassen Stress erst gar nicht oder in reduzierter Form entstehen. Ein liebevolles Annehmen unserer selbst macht auch Heilung alter Wunden möglich. Strahlen wir einen liebe- und respektvollen Umgang mit uns selbst aus, finden sich auch im außen die dazu passenden Menschen und Situationen.

 
Mein Fazit:

Für mich ist der wichtigste Punkt in der Meditation, dass ich mich mit ihr wohlfühle. Das gilt sowohl für die Art des Sitzens als auch für die Form der Meditation. Schnupper einfach in verschiedene Arten rein. Am besten unter Anleitung. Spüre in Dich hinein, ob der Lehrer oder die Lehrerin zu Dir passt. Eine gute Qualifikation ist ein Muss, dass die Chemie dazu stimmt auch. Achte gut auf Dich und Deine Bedürfnisse, dann bist Du schon mitten drin in der Achtsamkeit und Liebe zu Dir!

Nadine Lange

Wir freuen uns sehr, dass wir Danai als Soulyshift Kursleiterin für den Bereich Meditation und Achtssamkeit gewinnen konnten! 

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Quellen

1) Killingsworth & Gilbert, 2010
2) Sara Lazar, https://scholar.harvard.edu/sara_lazar